SkulpTour Köln

Fotografie: Hans Peter Schaefer

Künstler A-H

Köln - hier leben und arbeiten die Künstler Lutz Fritsch, Ansgar Nierhoff, Heinz-Günter Prager und HA Schult. Sie alle sind mit je mehreren Werken im öffentlichen Raum Kölns vertreten.

Geschichtlich gesehen, begann der Einzug abstrakter Arbeiten in den öffentlichen Raum Kölns als Kunst-am-Bau, und zwar mit Reliefs: Karl Hartung installierte 1959 ein fast 22m langes Relief, 1962 ein 93m langes - jeweils für den WDR. Die monumentale Fassadengestaltung an der Volkshochschule stammt von Arnaldo Pomodoro aus dem Jahr 1964.

In den 1960er Jahren stand Köln - aus dem Blickwinkel der abstrakten Skulptur - noch im Schatten der Landeshauptstadt Düsseldorf mit ihrer Kunstakademie, den Professoren Norbert Kricke, Josef Beuys und Erwin Heerich oder etwa den Zero-Künstlern Otto Piene, Günther Uecker und Heinz Mack. Zu den ersten aufsehenerregenden Arbeiten im öffentlichen Raum Kölns zählt denn auch "Licht und Bewegung" von Otto Piene (1966) - privat gesponsort vom Mäzen Theo Wormland. Später sollten Arbeiten von Heerich (1979), Kricke (1980), Mack (1984) und Beuys (1993) folgen.

Schon anlässlich der vierten Bundesgartenschau im Jahr 1957, für die Köln nicht zuletzt aufgrund der enormen Kriegsschäden den Zuschlag erhielt, wurden etliche Plastiken der klassischen Moderne (u.a. Marcks und Kolbe) für den Rheinpark angekauft. Doch erst die Bundesgartenschau 1971 (ebenfalls im Rheinpark) brachte abstrakte Skulpturen in die Stadt, insbesondere wind- und wasserkinetische Objekte sowie Lichtkunst (u.a. wieder Piene). Leider sind von diesen nur die beiden Skulpturen von Sarda im Rheinpark verblieben.

Einen bedeutenden Akzent setzte das Projekt "Skulptur am Fort" 1985, das eine neue Erfahrungsintensität für das historische Fort Köln-Rodenkirchen schuf. Sechs der ortsspezifischen Stahlarbeiten konnten im Anschluss an die Ausstellung als Leihgaben der Künstler vor Ort bleiben und geben heute Zeugnis von diesem avantgardistischen Ereignis. Bemerkenswert insbesondere, dass die acht teilnehmenden Künstler die Ausstellung mit Hilfe eines städtischen Zuschusses und privater Sponsoren selbst organisiert hatten.

Herauszuheben ist ferner die gelungene gestalterische Zusammenarbeit zwischen Architekten, Künstlern und dem städtischen Hochbauamt beim Bau des Wallraf-Richartz-Museums. In diesem Zusammenhang wurde 1986 nicht nur die Skulptur von Karavan auf dem Museumsplatz installiert, sondern auch die Rheinuferstraße in einen Tunnel verlegt, wodurch der Rheingarten entstand, der seither den Rheingartenbrunnen von Paolozzi beherbergt.

Heute fördert eine Reihe von privaten Initiativen, gefördert von der Stadt, junge Kunst in Köln. Gleich mehrere haben sich dafür Parkanlagen ausgesucht, so etwa der Skulpturenpark Köln, Rheinblicke-Einblicke im Schlosspark Stammheim, Offen Grün im Forstbotanischen Garten oder Vorgebirgsparkskulptur.

Die Konzeption der Arbeiten von Heerich und Karavan ist am besten aus der Vogelperspektive zu erkennen (→ auf Satellitenbild umschalten).

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Alfaro-1988-Som-5.jpg Antonakos-1993-Neon_for_the_Stadtsparkasse-01.jpg Antonakos-1993-Neon_for_the_Stadtsparkasse-02.jpg Bahr-2007-aXa-01.jpg
Barta-1966-Uralte_Form-1.jpg Barta-1966-Uralte_Form-2.jpg Barta-1966-Uralte_Form-3.jpg Benton-1993-Steel-Watercolor-Triangle-Ring.jpg
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Brummack-1986-1987-Drei-Saeulen-2.jpg Brummack-1986-1987-Drei-Saeulen-3.jpg Brummack-1986-1987-Drei-Saeulen-4.jpg Choi-1991-Sanfter_Wind-01.jpg
Choi-1991-Sanfter_Wind-02.jpg Cordone-1983-Scultura_vertikale_V.11.11.71.jpg Croissant-1993-Figur-01.jpg Croissant-1993-Figur-02.jpg
Dywan-1982-Stele-03.jpg Fritsch-2008-Leuchtturm-Rheinauhafen-23.jpg Fritsch-2008-Leuchtturm-Rheinauhafen-24.jpg Fritsch-2008-Leuchtturm-Rheinauhafen-26.jpg
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Fritsch-2008-Standortmitte-Koeln-5.jpg Goeddertz-1974-Brunnenplastik-03.jpg Goeddertz-1974-Brunnenplastik-04.jpg Goeddertz-1977-Wasserkinetische_Plastik-01.jpg
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Künstler K-Z >>

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Thomas Emden-Weinert Version 1.1 created: 2010/07/26, last changed: 2012/05/18