SkulpTour Zürich

Hans Aeschbacher (*1906 Zürich 1980 Russikon):
Die Harfe II (1951-53)

Castione-Granit, 250 cm hoch.
Standort: Universitätsspital, Rämistr.

»Die Harfe lebt durch dieses Gefühl
des kontinuierlichen Durchströmtseins von Luft.«
[Rolf Lambrigger]

Diese Skulptur war wohl das erste abstrakte Kunstwerk, das in Zürich an öffentlichen Straßen und Plätzen aufgestellt wurde. Die Arbeit stieß nach ihrer Aufstellung auf harsche Ablehung, die in den Medien ausgetragen wurde. Ein Gärtner des Kantonspitals: «[Die Leute] regen sich auf, [...] schütteln die Köpfe und wissen beim besten Willen mit diesem durchlöcherten Stein nichts anzufangen.» [zitiert nach: Bernadette Fülscher: Die Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich, S. 46]

Erstaunlich eigentlich, dass diese fragile Steinskulptur so lange "überlebt" hat! Tatsächlich schuf Aeschbacher seine Harfe ein zweites Mal, nachdem er die erste (aus Lavagestein) durch Transportschaden auf dem Weg von Six-Fours-La-Plage nach Zürich verloren hatte.

Machen Sie ein Experiment! Verdecken Sie das Bild. Woran können Sie sich erinnern, wie die Skulptur aussah? War es in Ihrer Erinnerung auch eine Spirale? Hatten Sie den ruhigen Bereich am rechten Rand wahrgenommen, wo die Wellen auszulaufen scheinen?

[Foto: mit freundlicher Erlaubnis © 4/2010 Pete Shacky, flickr. Alle Rechte vorbehalten]